[Diese Meldung betraf zunächst die Tagung "Politik und Persönlichkeit", aus deren Homepage aber nur versteckt hervorging, dass sie im Jahr 2006 in Wien stattfand ... Daher die Änderung und Re-Publizierung zu einem neuen Datum]
Die nächste gemeinsame Tagung der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW), der Österreichischen Gesellschaft für Politikwissenschaft (ÖGPW) und der Schweizerischen Vereinigung für Politische Wissenschaft (SVPW) findet vom 21. bis 23. November 2008 an der Universität Osnabrück statt.
21.11. – 23.11.2008 in Osnabrück unter dem Titel
Die Verfassung der Demokratien
Wir hatten vor einem Jahr bereits darauf hingewiesen, dass die EU auf dem sozialen Videoportal Youtube einen eigenen “Channel” eingerichtet hat, um ihre (Werbe-)Filme dort zu hosten. Im Weblog unseres britischen Partnerportals Intute Social Sciences schreibt Paul Ayre über die (Un-)brauchbarkeit des Portals für (politische) Bildungszwecke. Er hat eine Präsentation in den Beitrag eingebunden, gibt aber in einer Aufzählung kurz Anhaltspunkte für den Ertrag seiner Erfahrungen mit dem mittlerweile zu Google gehörenden Dienst. Interessant ist der letzte Link des Beitrages, der auf die Seite der Linksammlung von Intute verweist, die die eingangs angesprochene und andere Channels auflistet: Unter anderem sind Internationale Organisationen und ihre Unterorganisationen, Regierungsinstitutionen, Parteien, Bürgerinitiativen und andere vertreten. Sicher seltener politikwissenschaftliche Quellen, man findet aber Primärquellen und Material für die politische Bildung in diesen verschiedenen Kanälen.
Wolfgang Schumann hat schon vor längerem im Weblog Agora Wissen die beiden Suchmaschinen Addict-o-matic und Surchur besprochen. Besonders die erstere finde ich beachtenswert, weil sie das Konzept umsetzt, wie man es mittlerweile von den “Startseiten” (wie netvibes oder pageflakes) her kennt: Die Ergebnisse werden in “flakes” (oder “gadgets” oder “widgets” oder …) ausgegeben, welche leicht anzupassen und in ihrer Position zu verändern sind. So kann man sich Recherchen, die sich als ertragreich herausgestellt haben, noch in ihrer Wertigkeit anpassen, indem man die Felder, wo besonders gute Ergebnisse gefunden wurden, oben positioniert und andere nach unten schiebt oder löscht. Und dieses Konfiguration kann man als Lesezeichen/Bookmark speichern und dann später wieder dieselben Quellen aufrufen, die dann die aktuellen Ergebnisse anzeigen. Hier nochmal der Absatz, in dem Wolfgang Schumann auf diese Option hinweist:
“Als sehr nutzerfreundlich empfinde ich des weiteren, dass Sie die Ergebnisseite individuell anpassen können, in dem Sie die Felder mit den Ergebnisblöcken (Ask.vom News, Live.com News etc.) per Drag und Drop verschieben und Ihnen wichtige etwa nach oben verschieben und unwichtige per Klick in das Kreuz rechts oben entfernen. Und diese individuelle Ergebnisseite können Sie dann als Bookmark speichern, am nächsten Tag wieder besuchen und dort die aktualisierten und neuesten Resultate abrufen. Beeindruckend, wie ich finde.”
Aber vielleicht noch abschließend zur Relevanz dieser Suchmaschine(n): Sie erschließt die Neuigkeiten aus dem Bereich der Sozialen Software, also Weblogs, Videos, soziale Bookmarkdienste. Wer die konventionelle Suche im Internet mittels Suchmaschinen gewohnt ist, wird beim Blick auf die Ergebnisse erst einmal befremdet sein. Das Relevanzranking ist nicht so perfekt wie gewohnt, deshalb muss man mehr Mühe und Zeit verwenden, die Ergebnisse auf ihre Relevanz und Qualität hin zu prüfen. Warum ist dieser – wenn ich ihn einmal so nennen darf – Suchraum dennoch wichtig? Die Inhalte, welche mit Hilfe Sozialer Software gespeichert, erschlossen, diskutiert werden, sind zum einen sehr aktuell und zum anderen sehr meinungsfreudig. Wenn man also aktuelle Hinweise/Quellen oder kritische Wertungen sucht, hat man hier bessere Chancen als mit einer konventionellen Suche, fündig zu werden. Im Grunde hat diese Suchoption jene im Usenet abgelöst, die früher mit deja.com und jetzt mit Google Groups durchgeführt wurde/wird. Leider ist das Usenet in weiten Teilen für die wissenschaftliche Diskussion unbrauchbar geworden, deshalb dieser Umschwung.
Meiner Meinung nach ist Addict-o-matic die ideale Ergänzung zu Suchmaschinen, die Zeitungsartikel erschließen, wie z.B. Google News, Romso oder die Zeitungs-Archiv-Suche über GBI/Genios.
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