The Yearbook of the United Nations is now available for free online. The Yearbook is the flagship reference publication of the UN, and details the work and achievements of the Organization over the course of each year. All 59 volumes that have been published, 1946-2005, are available to browse or search.
Schon seit längerer Zeit existiert bei dem Metakatalog KVK das Registerblatt „IBLK Metakatalog“, welches neben thematischen Ausschnitten aus verschiedenen Verbundkatalogen auch die „Datenbasis IBLK“ bot. Diese Datenbasis ist, wenn man so will, der Ursprung des Portals, welches ich heute besprechen möchte, das mittlerweile IREON-Portal benannt wird.
Die Datenbasis IBLK – das Akronym beschreibt die Internationalen Beziehungen und Länderkunde – wird kooperativ vom Fachinformationsverbund Internationale Beziehungen und Länderkunde (FIV) erstellt, einer Reihe von Forschungs- und Politikberatungs-Institutionen Deutschlands. Sie enthält bibliographische Angaben – aber nicht Abstracts! – der Neuerwerbungen dieser Institutionen, die mit Hilfe einer Klassifikation und einem Thesaurus inhaltlich erschlossen werden. Diese Datenbasis ist Grundlage der Datenbank World Affairs Online (WAO), welche schon seit längerem in verschiedenen Zugängen (beispielsweise in der ViFaPol) und z.T. kombiniert mit anderen Datenbeständen (beispielsweise in der WISO-Datenbank von Genios oder im EINIRAS Database Network) kostenlos und kostenpflichtig angeboten wird.
Hier kommt nun das IREON-Portal neu hinzu. Lediglich noch ein weiterer Zugang? Nein. Wenn man das Portal ausprobiert hat und den Reaktionen von Nutzern trauen darf, dann ist die Konfiguration und in Folge dessen die Handhabung dieses Suchinstruments hervorragend. Schauen wir es uns an:

Auf der Startseite hat man links die Navigationsleiste, rechts oben die „Einfache Suche“ und unten Erläuterungen. Rechts befindet sich eine freie Spalte, die bei der Ergebnisdarstellung dann mit Begriffen zur Einschränkung der Suche gefüllt wird. Ein sehr klarer Aufbau, der interessanterweise mit dem Content Management System Typo 3 realisiert worden ist. Im Hintergrund werkelt die Technologie von FAST, bei der der Name Programm ist. Sie ist bekannt beispielsweise von der Wissenschaftssuchmaschine Scirus her …
Bei der einfachen Suche gibt man einfach Suchworte, Phrasen oder trunkierte Begriffe ein. Schon bei der einfachen Suche werden verschiedene Filtermöglichkeiten angeboten, dazu zählen bereits die zweite Zeile mit Erscheinungsjahr-Angabeoption, dazu zählt die Auswahlbox „Suche nur nach Volltexten“. Vollends die ausklappbare Zeile „Filter“ bietet die Möglichkeit, die Suche nach Datenbanken, Publikationstypen (hier neben Büchern und Aufsätzen namentlich auch „Graue Literatur“) und Sprachen einzugrenzen. Hier die erweiterte Suche mit ausgeklappter Filteroption:
Die Ergebnisdarstellung ist sehr transparent aufgebaut, unter der Literaturangabe sind Schaltflächen mit Weiterleitung zum Volltext, KVK, Subito, EZB und Export nach RefWorks (einer Literaturverwaltungssoftware) zu finden. Die Quelle und die Deskriptoren sind zunächst nicht aufgeführt, durch Anklicken der kleinen Pfeile hinter dem Titel expandiert man die Ansicht und hat dann die volle bibliographische Angabe angezeigt. Welcher Datenbank die jeweilige Angabe entnommen wurde, wird rechts am Rand angezeigt.
Je nach Datenbank ist es unterschiedlich, was angezeigt wird. Die in IREON integrierten Datenbanken PAIS und Worldwide Political Science Abstracts (WPSA) sind nur dann zugänglich, wenn IREON in einem Hochschulnetz ausgeführt wird oder nach Anmeldung bei den DFG-Nationallizenzen.
Dann kann man auch die Abstracts nutzen, die diese beiden Datenbanken zusätzlich zu den bibliographischen Angaben bieten. Die Datenbank WAO ist eine vorwiegend bibliographische Datenbank, welche über die Literaturangabe und die Deskriptoren hinaus bei einem Fünftel der Einträge auch Abstracts anzeigt.
Die Sortierung der Ergebnisse kann man durch verschiedene Optionen steuern. Man kann auch Ergebnisse markieren und dann diese Auswahl im Format verschiedener Literaturverwaltungsprogramme (Endnote, Bibtex, RefWorks) exportieren bzw. sich mit Hilfe von E-Mail zusenden lassen.
Rechts an der Seite werden bei der Ergebnisdarstellung dann in den Feldern Autoren, Datenbanken und Schlagwort Begriffe, Personen und Datenbanken angezeigt, anhand derer man die Ergebnismenge einschränken kann. Nach einer Suche beispielsweise nach einer Person bekommt man so die Möglichkeit, anhand des Koautors schneller gewünschte Publikationen zu finden.
Vielleicht schieben wir noch ein, was für ein Profil das IREON-Portal bietet. In der Erklärung auf der Startseite unten ist das eigentlich sehr schön ausgedrückt:
„IREON bietet Ihnen Literaturhinweise, Volltexte und (in Kürze) Webseiten zu
• außen- und sicherheitspolitischen Themen
• Fragen der internationalen wirtschafts- und entwicklungspolitischen Zusammenarbeit
• europapolitischen und transatlantischen Themen
• regional- und länderbezogenen Fragen weltweit
• auswärtiger Kulturpolitik
• Klima, Umwelt und Energie“
Die Zielgruppe ist also in allen Wissenschaftlern und Journalisten zu sehen, die an internationalen Fragen jedweder Couleur und an Länderinformationen (damit sind auch die Geographen an Bord) interessiert sind. In meinen Augen ist dadurch ein scharfes Profil gegeben, es sind nicht die Politologen insgesamt oder allgemein Sozialwissenschaftler, für die dieser Dienst sinnvoll ist, sondern wissenschaftlich Arbeitende und Orientierte, welche an internationalen Themen und Länderinformationen interessiert sind.
Dies zeigt sich auch am Zusatzangebot „WAO Abkommen“, welches die Volltexte von Verträgen und Abkommen im Sicherheitsbereich anzeigt, aber eben nur da. Wenn man beispielsweise ganz dröge und allgemein „Europäische Union“ eingibt, dann werden Verträge der EU angezeigt, aber eben nur im Bereich der Sicherheitspolitik.
Ein echter Mehrwert, den das IREON-Portal noch bietet, ist der Zugriff auf den European Thesaurus („Europäischer Thesaurus Internationale Beziehungen und Länderkunde“). Hier können Begriffe gesucht werden, die in einem hierarchisch gegliederten Ordnungssystem angeordnet sind. Bei der Eingabe von „Friedenssicherung“ beispielsweise werden Synonyme, weitere und engere Begriffe angezeigt, zudem Siehe-auch-Verweise und die Zuordnung des Begriffs zur Thesaurussystematik.
Zu dieser kann man wechseln, wenn man rechts die angezeigte „Schlagwortliste“ von der alphabetischen Anzeige auf „systematisch“ umstellt. Hier kann man dann die Zuordnung der Begriffe zur Systematik der Klassifikation sowie alle anderen zugeordneten Schlagwörter ansehen, ggf. anklicken, worauf sie dann wieder links dargestellt werden.
Alle ca. 8.000 Begriffe (laut Beschreibung, laut Schlagwortliste sind es mehr als 12.000 Begriffe) kann man in andere Sprachen übersetzen lassen (wird dann ganz unten unter den Ergebnissen ausgeworfen). Und alle Begriffe haben eine kleine Schaltfläche, mit deren Hilfe man sofort nach Ergebnissen im Portal recherchieren kann.
Lediglich einen Link bietet das IREON-Portal zur Datenbank „Online Contents IBLK“, die wie alle anderen OLC-Datenbanken beim Gemeinsamen Bibliotheksverbund (GBV) gehostet und wie viele von ihnen lediglich in Hochschulnetzen zugänglich ist. Privatpersonen haben hier also das Nachsehen! Die Betreiber von IREON sollten sich daher überlegen, ob sie wirklich die OLC-Suche integrieren wollen. Auch die Suche in den Datenbanken PAIS und WPSA ist beschränkt, aber immerhin hat man schon einmal eine bibliographische Angabe in der Hand und (nur als in Deutschland lebende/r) prinzipiell die Möglichkeit, sich bei nationallizenzen.de registrieren zu lassen und dann die Datenbanken im vollen Umfang zu nutzen. Dieser institutionell privilegierte Nutzung von OLC ist aus der Sicht von Privatpersonen schlicht ärgerlich!
Alles in allem besticht das IREON-Portal durch ein scharfes Profil, einen klaren Aufbau und eine gute Handhabbarkeit. Hierzu ist auch hinzu zu zählen, dass man auf jeder Stufe zwischen deutscher und englischer Anzeige umschalten kann, beileibe keine Selbstverständlichkeit bei deutschen Diensten.
Das bedeutet auch, dass der Dienst international ohne grössere Schwelle genutzt werden kann. Auch das – leider! – ein Alleinstellungsmerkmal! Jedenfalls ist das IREON-Portal ein Angebot, an welchem Politologen kaum vorbeikommen werden können, sowohl vom Leistungsumfang der eingebundenen Datenbanken, der Aktualität der Einträge in WAO als auch von der hervorragenden Handhabung her. Dazu zählen übrigens auch die stets leicht erreichbaren und gut gestalteten Hilfetexte. Wünschenswert bezogen auf die Handhabung wäre allenfalls noch die Erweiterung mit RSS-Abonnements-Möglichkeit. Für Nutzer mit breiterem Interesse (also Politologie allgemein oder Sozialwissenschaften) sind andere Diensten wie die ViFaPol oder – demnächst wird es vorgestellt – Sowiport sinnvoll.
Schwerin/Rostock, 08.10.2008
Der Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, die Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern, die Universität Rostock und die Deutsche Vereinigung für Politische Bildung laden unter dem Motto “Politische Bildung im Umbruch?” zum ersten Jahreskongress zur politischen Bildung in Mecklenburg-Vorpommern am 18. Oktober in die Universität Rostock ein.
Auf seriösen Websites darf es nicht fehlen: das Impressum. Im presserechtlichen Sinn ist das “Impressum” im Grunde gar kein Impressum, sondern eine Anbieterkennzeichnung, doch das ist nicht das Entscheidende. Wichtiger ist das, was in der Anbieterkennzeichnung nachzulesen ist.
Wenn Sie eine private Forscherwebsite, ein wissenschaftliches Weblog oder Wiki im Internet betreiben, sind Sie bereits ein “Diensteanbieter” und als solcher verpflichtet, eine so genannte Anbieterkennzeichnung zu veröffentlichen. Dies schreibt das Telemediengesetz (TMG) zwingend so vor.
Diensteanbieter sind nach § 2 Satz 1 Nummer 1 TMG natürliche oder juristische Personen, die eigene oder fremde Telemedien zur Nutzung bereit halten oder den Zugang zur Nutzung vermitteln. Der Begriff Telemedien wird hier sehr weit gefasst. Gemeint sind u.a. private Websites und Blogs, Online-Shops, Online-Auktionshäuser, Suchmaschinen, Informationsdienste und Chatrooms. Das Gesetz regelt auch, welche Informationen bereitgehalten werden müssen.
Um das “Risiko einer Abmahnung” zu verringern, hat das Bundesministerium der Justiz einen Leitfaden erstellt, an dem sich der Diensteanbieter orientieren kann.
Weitere Infos unter:
auf Golem.de ist zu lesen:
Das Europäische Parlament hat sich vier eigene Onlinefernsehkanäle zugelegt. Wer schon immer wissen wollte, wie es im EU-Parlament zugeht, aber dafür nicht extra nach Brüssel reisen mochte, kann sich seit Mittwoch, dem 17. September 2008, in 23 Sprachen – Gälisch inklusive – unter europarltv.europa.eu live oder zeitversetzt über Funktionsweise, Debatten und aktuelle Entscheidungen der europäischen Volksvertretung informieren” lassen.
[...]
Insgesamt vier Kanäle sollen sich der Arbeit im EU-Parlament widmen. “Ihr Parlament” ist der allgemeine Kanal für diejenigen, deren Arbeitswelt von Brüssel beeinflusst wird und für “besonders an der Europapolitik interessierte Bürger”. An Bürger, die selbst aktiv werden wollen, richtet sich der Kanal “Ihre Stimme”. Dort erhalten die Bürger nicht nur die Möglichkeit, selbst Beiträge einzureichen (Youtube lässt grüßen); sie sollen auch direkt mit EU-Abgeordneten kommunizieren können. “Schüler und Studierende, Jungwähler und Wähler der Zukunft” sollen sich bei “Junges Europa” darüber informieren, was sie in und aus Brüssel erwartet. Und wer es ganz genau wissen will, kann bei “Parlament Live” Ausschnitte aus der Arbeit der Fachausschüsse und die monatlichen Plenarsitzungen verfolgen.
Eigentlich dachte ich ja, ich könnte es bei einem Kommentar belassen, es ist aber wohl doch zu wichtig, als dass man dies dort in den Katakomben der Einträge vor einem halben Jahr schlummern lassen könnte: Sage bietet erneut eine Aktion an, nach kostenloser Registration Zugriff auf alle elektronischen Zeitschriften (samt Recherchezugriff) zu bieten. Das kann man nur empfehlen, ist Sage doch ein renommierter sozialwissenschaftlicher Verlag, der wichtige Titel, meist empirisch und methodisch orientiert verlegt.
Eine Kostprobe gefällig? Da wäre beispielsweise IPSA:
Das ist eine der umfassendsten politikwissenschaftlichen Bibliographien, international ausgerichtet. Die Hefte sind systematisch in Rubriken geordnet, ein Register erschließt zusätzlich die Einträge. Diese bieten die Literaturangabe und einen Abstract. Ein Register am Ende des Heftes enthält ein Register, mit dessen Hilfe man gezielt auf Einträge zugreifen kann.

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